FILMFEST homochrom

Neues Filmfest für Köln und Dortmund
Viele schwul-lesbische Filmfestivals, wie z.B. in Hamburg oder Freiburg, werden aus der Stadt für die Stadt organisiert – teils seit gut über 20 Jahren. In diesem Jahr hätte das Verzaubert sein 20. Jubiläum feiern können. Doch jener Event-Agentur, die für Berlin, Köln, Frankfurt und München geplant hatte, scheint die Luft ausgegangen zu sein. Das schafft Platz für Neues: Das 1. Filmfest homochrom in Köln und Dortmund.
Viele schwul-lesbische Filmfestivals, wie z.B. in Hamburg oder Freiburg, werden aus der Stadt für die Stadt organisiert – teils seit gut über 20 Jahren. In diesem Jahr hätte das Verzaubert sein 20. Jubiläum feiern können. Doch jener Event-Agentur, die für Berlin, Köln, Frankfurt und München geplant hatte, scheint die Luft ausgegangen zu sein. Das schafft Platz für Neues: Das 1. Filmfest homochrom in Köln und Dortmund.
Als Ergänzung zur monatlichen Filmreihe startet das Filmfest homochrom im ersten Jahr mit einem vielseitigen schwul-lesbischen Wochenendprogramm. Gleich ein Drittel der Filme sind Europa- oder Deutschlandpremieren, der Rest „nur" NRW-Premieren. Obwohl jeder Film etwas Besonderes ist, möchten wir das gelungene Machovater-schwuler-Sohn-Drama „La Mission" mit Hollywooddarsteller Benjamin Bratt („Miss Undercover") hervorheben.
Einen unrühmlichen 30. Jahrestag hatte dieses Jahr der HIV-Ausbruch. Statt moralischer Zeigefinger zeigt die Berlinale-Doku „We Were Here", wie Schwule und Lesben in der Krise zusammenhielten – für Tränchen braucht sich da niemand zu schämen. Erotisch wird es bei der intimen Doku „In Their Room", dessen Regisseur Travis Mathews anwesend sein wird. Überhaupt haben sich für ein Drittel der Filme in Köln internationale Gäste angekündigt, darunter auch zwei indische Darsteller, die für ihren ersten schwulen Bollywoodkuss Morddrohungen erhielten. Lustiger ist der Mordversuch im Kill-Bill-igen Transen-Trash „Ticked-Off Trannies With Knives".
Aber so richtig Spaß macht ein Festival ja erst, wenn man mitmachen kann. Deswegen entscheiden die Zuschauer über die dotierten Kurz- und Langfilmpreise und tanzen auf der Festivalparty. Diese steigt am 22. Oktober in der Kunstbar (Dom/Hbf) ab 22 h.
Info: www.homochrom.de


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