Homosexuelle gehören für Friedensnobelpreisträger Lech Walesa hinter eine Mauer gesperrt
Der frühere polnische Arbeiterführer Lech Walesa (69) würde Homosexuelle im polnischen Parlament, laut eigener Aussage, gerne in der letzten Reihe oder besser hinter einer Mauer sehen.
Er ist Friedensnobelpreisträger, dennoch scheint er sich seiner Verantwortung in der Öffentlichkeit nicht im geringsten bewusst zu sein. Kommentare wie dieser zeigen den nicht besonders weit reichenden Horizont eines Menschen, von dem man wesentlich mehr Verstand und Courage erwarten dürfte.
Seiner Meinung nach sollten sich Homosexuelle darüber bewusst sein, dass sie eine Minderheit bilden: "Sie müssen sich mit kleinen Dingen abfinden, sollen aber nicht nach Gipfeln streben." Ebenso sollten Demonstrationen von Schwulen und Lesben nicht in den Stadtzentren, sondern in Außenbezirken stattfinden. Er wolle nicht, dass seine Kinder und Enkel 'von dieser Minderheit' verwirrt werden.
Auch in Polen herrscht zur Zeit ein Streit um eingetragene Partnerschaften für homosexuelle Paare. Die liberalkonservative Regierung sowie die Linksopposition bereiten dazu Gesetzesinitiativen vor.

